Wann lernen Kinder überhaupt mal Bewegungsfiguren – ihren Unterbauch zu spüren – oder Unruhe und Hibbeligkeit mit Entspannung zu begegnen?
Üblicherweise gar nicht, und diejenigen, die es können, führen glücklichere und erfolgreichere Leben. Sie sind weniger auffällig in der Schule und quälen sich weder mit Lernen noch mit Lehrern. Dabei sind sie lebendig, denn ihre innere Gefühlswelt ist kein Tabu, sondern sie haben gelernt, auf ihre innere Stimme, ihr Bauchgefühl zu achten und sich somit auszudrücken.
Kung Fu ist eine Methode, diesen Zugang zu sich zu erlernen. Mit Anstrengung, Herausforderungen und Unwägbarkeiten umgehen zu lernen. Die Kung-Fu-Übungen sind fordernd, das Besondere jedoch ist die Art und Weise, wie sie durchgeführt werden. Wir verzichten auf Ablenkung von außen und lenken den Fokus auf uns selbst, jeder übt für sich und dennoch als Gruppe.
Musik, Gespräche und Unterhaltung haben ihre Daseinsberechtigung, doch üblicherweise werden sie nicht bewusst konsumiert, sondern um sich von dem inneren Chaos, das jeder in sich trägt, abzulenken. Ganz bewusst verzichten wir darauf, um wieder die uns natürlichen Qualitäten des Spürens und des unbewertenden Wahrnehmens zu trainieren.
Keine Frage, das sind Qualitäten, die auch für Erwachsene hoch interessant sind. Wie genial wäre es, wenn unsere Kinder dies bereits mitbrächten. Im Grunde ist es lediglich ein Wiederbewusstwerden, denn jeder Mensch wird so geboren.
Und ganz nebenbei werden die Kids fit, lernen koordinierte Bewegung und Selbstverteidigung.
